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Ein neues Zeitalter

Seit ich Bowling kenne und auch spiele (an sich schon recht lange) hab ich mit einem ganz "normalen Ball", dem Spare- oder Hausball gespielt.

Seit Sonntag bin ich nun im Besitz eines sog. Strikeballs oder auch Reaktivballs.

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Bowlingbällen: Strike- und Sparebälle (auch Hausbälle).

Wikipedia: Der Strikeball (auch Hakenball, Reaktivball oder Anwurfball genannt) wird zum Anwurf; also zum Wurf auf alle zehn Pins verwendet. Durch seine Laufeigenschaft, den Bogen bzw. Haken, den der Ball schlägt, sowie durch die Energie, die der Ball beim Lauf aufbaut, soll mit diesem Ball ein Strike erzielt werden bzw. das Umwerfen der größtmöglichen Anzahl an Pins. Da der Ball einen Bogen macht (bei Rechtshändern nach links bzw. bei Linkshändern nach rechts), soll hier der ideale Eingang in die Gasse (bei Rechtshändern zwischen Pin 1 und 3) erzielt werden, wodurch der Pinfall für einen Strike ermöglicht wird.

Der Ball besteht aus drei Komponenten, dem Coverstock (äußere Schale), dem Core (Kern) und einem Füllmaterial, das den Raum zwischen Kern und Coverstock ausfüllt und je nach Verdichtung zur Regulierung des Gewichtes dient.

Soweit, so gut. In der Theorie klingt alles wunderbar - das Praktische muss dann doch geübt sein. Ich hab mich am Sonntag redlich mit meinem neuen Ball auseinandergesetzt. Das vertraute DU griff noch nicht über ;-) Der Gudste macht vorerst das was er möchte: Haken schlagen - wie ein wildgewordenes Karnickel und das mit Bravour. Gut, EIGENTLICH soll er das auch, aber die Haken sollen dann so sein, WIE ich und WO ich das gerne möchte. An dieser Stelle scheitert es noch deutlich an der Verständigung.

Als mir der neue Ball übergeben wurde, durfte ich eine Testrunde spielen. Der Mensch der Ballübergabe und seines Zeichen ein recht guter Bowler gab mir den ein oder anderen Tipp, WIE ich mit dem neuen Ball umgehen soll. Wunderbar. Tipps sind immer gut und natürlich auch willkommen. Unterm Strich kam für mich raus: alles neu macht der Ball.

  • Ich mache nun 4 Schritte bis vor zur Abwurflinie
    alt: keine Ahnung wie viele Schritte ich gegangen bin -> Bauchgefühl
  • ich fange mit dem rechten Fuss an
    alt: mein linker Fuss fing an
  • die Hand bliebt gerade beim Abwurf (inkl. neuer Haltung)
    alt: ich schlenker immer nach (verkneife mir aber die alte Haltung)
  • langsam und konzentriert nach vorne gehen
  • der Ball wird auf dem zweiten Punkt von aussen rechts aufgesetzt
    alt: genau die Mitte anwerfen
Wie glücklich, dass ich frau bin und ein wenig multitasking beherrsche ;-), denn es klappt mit den vier Schritten, mit dem rechten Fuss und meist schaffe ich es sogar den Ball auf dem zweiten Punkt von aussen rechts aufzusetzen... wenn da nur nicht meine Hand wäre, die macht was sie will...
Würde es nicht  darauf ankommen, möglichst alle 10 Pins auf einmal zu treffen, sondern darauf, wie toll ein Ball Haken schlagen kann.. ha, ich wäre ganz weit vorne dabei ;-)))

Im Video ist zu sehen, was der Ball tun muss und auch tut :-) - auch bei mir - nur nicht an der richtigen Stelle ... wir sind eben noch in der Findungsphase! ;-)

WOmBOwls - Bea 19.07.2011, 18.39

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